Fachtag "Arme Jugend. Generation Zukunft?"

Obwohl junge Menschen in Deutschland die Generationsgruppe darstellen, die am stärksten von Armut betroffen ist, wird das kaum thematisiert. Die Statistiken zeigen, dass die Armutsrisikoquote der Elf- bis Zwanzigjährigen zwischen 1996 und 2010 von 15 Prozent auf über 18 Prozent gestiegen ist. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als in der Gesamtbevölkerung. In Thüringen gelten 26,5 Prozent der 18- bis unter 25-Jährigen gegenüber 16,7 Prozent der Gesamtbevölkerung als armutsgefährdet. Zudem sehen sich Jugendliche mit schärferen Sanktionen des SGB II konfrontiert als Menschen im höheren Erwerbsleben. Hier entsteht die Frage ob nicht Förderung wichtiger ist als Strafe - das Strafrecht zeigt einen anderen Weg.

Hier finden sie die Vorträge vom Fachtag:
"Jugend und jugendliche Lebenslagen heute" von Prof. Dr. Matthias Witte, Uni Mainz
„Von alleine wächst sich nichts aus...." - Armutsfolgen bei Jugendlichen von Gerda Holz, ISS Frankfurt am Main
"Bildung für alle? Soziale Ungleichheiten und Bildungschancen von Jugendlichen" von Jun.-Prof. Dr. Marius Harring, Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung der Universität Bielefeld
"Teilhabe ja - Politik nein? Das Verhältnis von Jugend und Politik" von Dr. Eric van Santen, DJI Jugendinstitut München