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Tagungen
< Sexualpädagogik in der Jugendhilfe
05.11.2020 09:00 Alter: -17 days
Kategorie: Tagungen

5.11.20 / Online-Fachtag & Werkstatt: Digitalisierung und Chancengleichheit - Analyse, Zugänge, Beteiligung

In vielfältigen Lebens- und Arbeitszusammenhängen bestimmt der digitale Wandel mit all seinen Möglichkeiten und Veränderungen unser Denken und Handeln. Die sich dadurch beschleunigende Mediatisierung hat vielfältige Auswirkungen auf gesellschaftliches Zusammenleben, die Interaktion zwischen Menschen und digitalen Technologien, dem Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen, sowie Identitätsbildung mit und in virtuellen Räumen.


Programmablauf / Referent*innen
09.00 Uhr     Begrüßung
09:15 Uhr   
Die JIM-Studie – Digitalisierung & mediale Lebenswelten im Jugendalter
Thomas Rathgeb, Landesanstalt für Kommunikation, Stuttgart
10:15 Uhr
Digitalisierung & Soziale Ungleichheit – Möglichkeiten, Hürden, Zugänge
Prof. Dr. Alexandra Klein (Uni Mainz) & Caroline Pulver (FH Bern)
11:00 Uhr     Pause
11.15 Uhr
Soziale Ungleichheit durch die Nutzung sozialer Medien
Elke Höfler (Uni Graz)
12:00 Uhr     Abschluss Vormittag

Die Vorträge am Vormittag buchen >>

19:00 Uhr
Werkstatt: Digitalisierung und Ungleichheit - Herausforderungen für Praktiker*innen (max. 20 TN)
Mandy Wettmarshausen & Christoph Voigt / Kinderschutzbund Thüringen
21:00 Uhr     Ende

Die Werkstatt am Abend buchen >> (Bitte beachten Sie die Beschränkung der Teilnehmenden auf 20)

 

Programmbeschreibung Fachtag:
Digitalisierung vollzieht sich in einer Gesellschaft, die von Ungleichheiten geprägt ist und in der die Chancen von Kindern und Jugendlichen ungerecht verteilt sind. Es erscheint notwendig zu fragen, inwiefern der digitale Wandel diese Ungleichheit verändert, minimiert oder verstärkt bzw. neue Formen der Ausgrenzung, Stigmatisierung und Differenzierung hervorbringt. Neben unterschiedlichen infrastrukturellen und technischen Voraussetzungen, sind die unterschiedlichen Nutzungspraktiken in Bezug auf Bildungsgrad und sozialem Umfeld wichtige Anhaltspunkte für digitale Ungleichheit. Zu befürchten ist, dass es von den zur Verfügung stehenden Kompetenzen und Schutzressourcen abhängt, ob die neuen Möglichkeiten eher als Chancen oder als Risiken erfahren werden.

Sozialarbeiter*innen und Pädagog*innen, deren Auftrag es ist, das selbstbestimmte Leben und die gesellschaftliche Teilhabe ihrer Adressat*innen zu befördern, sind gefordert sich mit den Ein- und Ausschließungsmechanismen der Digitalisierung auseinanderzusetzen, das eigene digitale Handeln zu reflektieren und Herausforderungen für die Fachpraxis zu formulieren.
Dieser Thematik möchte sich der Fachtag erstmals als coronabedingte Onlineversion stellen.

Der Fachtag steht in der inhaltlichen Kontinuität mehrerer Tagungen, die sich mit Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien befasst haben und ist Ausdruck eines langfristigen gemeinsamen Engagements der Veranstalter für die Rechte von Kindern und eine moderne Kinderpolitik. Es ist dadurch gelungen, in Thüringen ein unabhängiges kinderpolitisches Fachforum zu etablieren, das die Fragen der Kinder- und Familienarmut in einem breiten gesellschaftlichen Kontext in regelmäßiger Form thematisiert. Sie richtet sich sowohl an die in der Praxis aktiven Fachkräfte als auch an Verwaltung, Politik und Wissenschaft.

Programmbeschreibung Werkstatt (max. 20 Teilnehmende):
Ihre Klient*innen sind ca. 8 - 14 Jahre und verfügen über ungenügend leistungsfähige Internetzugänge, veraltete Geräte, in die Tage gekommene Software, für die es längst keine Updates mehr gibt, oder Sie beobachten risikobehaftete Nutzungspraktiken Ihrer junger Klient*innen, die mit der Fülle des Internets überfordert sind bzw. sich darin verlieren. Wenn Sie diese Punkte aus der eigenen Arbeit mit Heranwachsenden kennen und gegebenenfalls ergänzen können, sind Sie in unserem Workshop genau richtig.

Am Abend des Fachtags möchten wir Ihnen die Möglichkeit bieten, im Kreise anderer Praktiker*innen der Kinder- und Jugendhilfe und Pädagog:innen/Lehrkräfte aktuelle Herausforderungen bezüglich digitaler Ungleichheit (digital inequality) Ihres Arbeitsfeldes zu identifizieren und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten.
Im Fokus steht der Austausch miteinander: Anhand Ihrer persönlichen Best-/Worst-Practice-Erfahrungen und kleinen wie großen Aha-Momente erarbeiten wir gemeinsam, wie wir Ungleichheiten im Kontext der Digitalisierung entgegenwirken können.

Veranstalter*innen:
Prof. Dr. Jörg Fischer, Institut für kommunale Planung und Entwicklung an der Fachhochschule Erfurt
Isabell Grinda, Thüringer DigitalagenturProf.
Prof. Dr. Barbara Lochner, Der Kinderschutzbund Thüringen e.V. / Fachhochschule Erfurt
Michael Panse, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen