Projekt "KinderRechteChecker"

Ein Kinderrecht der UN-Konvention (Art. 12-17) ist die Berücksichtigung der Meinung des Kindes. Das bedeutet: Wenn Erwachsene eine Entscheidung treffen, die Kinder berührt, müssen die Kinder ihrem Alter und ihrer Reife gemäß einbezogen werden. Sie dürfen erwarten, dass man sie anhört und ernst nimmt.

Um Kindern und Jugendlichen ein gerechtes und chancenreiches Aufwachsen zu garantieren, haben wir das Projekt KinderRechteChecker ins Leben gerufen, dass Kinder und Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Beteiligungsrechte auf lokaler Ebene unterstützt. Dazu bieten wir Konzepte und Methoden zur praktischen Umsetzung von Kinder- und Jugendbeteiligung und möchten partizipative Verfahren in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendhilfe erproben.

Beteiligt waren der Kinder- und Jugendclub Kramixxo & Waggong in Weimar, das Jugendhaus Greußen und die Stadt Saalfeld mit der Kinderredaktion der Zeitschrift tomatocus sowie der Jugendredaktion des Lokalradios. Gefördert wurde das Projekt durch die Aktion Mensch bis zum 31.08.2016.

Mehr zum Projekt aber auch den theoretischen und methodischen Grundlagen sind in der Broschüre zu finden.

 

Gemeinsame Verwirklichung des Beteiligungsgedankens durch Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Im ersten Schritt des Projektes führen wir für die Kinder und Jugendlichen der Einrichtungen Workshops durch: Sie werden für die Thematik Beteiligung sensibilisiert, eignen sich Wissen zu Kinderrechten und Partizipation an und üben Kompetenzen aus dem Bereich der Moderation für Beteiligungsprozesse ein. Dies führt eine positiv besetzte Selbstwirksamkeit herbei und erweitert ihre Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven.

Im zweiten Schritt erhalten die Fachkräfte vor Ort Trainings, die sie dazu qualifizieren, Prozesse der Kinder- und Jugendbeteiligung adäquat zu unterstützen. Bei der Verwirklichung des Beteiligungsgedankens kommt den Fachkräften eine Schlüsselrolle zu, denn erst wenn Kinder und Jugendliche das Gefühl haben, dass ihnen Erwachsene etwas zutrauen und sie ebenbürtig angesprochen werden, wird die Grundlage einer Partizipationskultur geschaffen.

Im dritten Schritt entwickeln Kinder und Jugendliche innerhalb ihrer Einrichtung Kleinprojekte. Dabei wenden sie ihre in den Workshops gewonnenen Kenntnisse praktisch an. Bei der Umsetzung ihrer lokalen Kleinprojekte erlernen Kinder und Jugendliche ihr Recht auf Teilhabe adäquat zu äußern und einzufordern. Die Erwachsenen nehmen eine unterstützende Rolle ein, in dem sie bei der Verwirklichung der Kleinprojekte beraten und helfen.

Unser Projekt KinderRechteChecker bietet weiterhin die Möglichkeit, gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an der qualitativen Fortentwicklung der Einrichtungskonzeption (z.B. Verfahren zum Beschwerdemanagement) zu arbeiten und entsprechende Strukturen in der Einrichtung zu verankern.